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E-Bässe sind elektronisch verstärkte Bassgitarren.

Ihre Stimmung liegt eine Oktave unter der Gitarre. Die Saiten des E-Basses werden mit den Fingern oder einem Plektrum angeschlagen. Ein E-Bass wird mit Stahlsaiten bespannt. E-Bässe haben einen meist massiven Brett-Korpus, einen Hals mit bis zu 24 Metallbünden und einen Kopf, auf dem die Mechaniken sitzen. Es gibt auch Headless- Bässe. Die Tonabnehmer sind auf dem Korpus montiert. Mit Reglern und Schaltern auf dem Korpus lassen sich Klang, Lautstärke und PickUp-Schaltung beeinflussen. Eine Klinkenbuchse dient dem Anschluss des Kabels.

Bauformen

Wie bei E-Gitarren gibt es auch bei E-Bässen unzählige Designs. Standardformen sind an das Fender-Design angelehnte Jazzbass- und Precision Bass-Formen. Viele Hersteller verwenden auch eigene Designs. Explorer- und Flying V-Formen orientieren sich an typischen E-Gitarren-Formen.

Korpus

E-Bässe haben in der Regel einen massiven Holzkorpus. Korpusse aus Spezialkunststoffen sind ebenfalls im Gebrauch. Als Hölzer werden oft Erle, Mahagoni oder Linde oder andere Harthölzer verwendet. Für eine edle Oberfläche können Edelholzfurniere aufgezogen werden. Spalted-Furniere sind Furniere aus angerottetem Holz, das eine besondere Maserung ergibt. Korpusse können farbig, auch mehrfarbig gebeizt und lackiert werden. Öl- oder Wachs-Finishes sind ebenso üblich wie farbige oder klare Lackierungen. Am Korpus sind auch die Gurtknöpfe angebracht.

Hals

E-Bässe haben einen langen, schmalen Hals mit eingelassenem Stahlstab (Truss Rod). Dieser hält den Hals in ausgewogener Krümmung und kontert den Saitenzug. Der Hals besteht in der Regel aus Ahorn oder Mahagoni, auch andere Harthölzer oder Kunststoffe wie Graphit werden verwendet. Auf dem Hals ist ein Griffbrett aufgeleimt. In das Griffbrett werden die Metallbünde und die Bundmarkierungen eingelassen. Fretless-Bässe haben ein bundloses Griffbrett ähnlich wie ein Kontrabass. Das Griffbrett besteht meist aus Ahorn oder Palisander. Auch Kunststoffe werden oft verwendet. Der Hals ist oft mit dem Korpus verschraubt. Er kann auch eingeleimt sein. Bei Neck Thru- Bauformen geht der Hals durch den kompletten Korpus. Diese Bauform erlaubt eine sehr hohe Stabilität und Klangübertragung.

Kopf

Auf der Kopfplatte sind die Stimmmechaniken für die Saiten montiert. Wie beim Korpus gibt es verschiedene Formen und Designs. Oft rundet ein Zierfurnier die Kopfplatte optisch ab. Headless-Bässe haben keinen Kopf. Die Saiten mit Double Ball End werden hierbei am Griffbrettende und am Korpusende eingehängt. Die Stimmung erfolgt hier mit Feinstimmern am Korpusende. Sehr große Kopfplatten sorgen für viel Sustain, sind aber schwer. Der E-Bass kann hierbei leicht verrutschen und muss beim Spielen festgehalten werden.

Tonabnehmer

E-Bässe werden elektrisch verstärkt. Hierbei wird der Klang von Tonabnehmern abgenommen. Es gibt magnetische oder Piezo-Tonabnehmer. Beide Systeme können auch kombiniert werden. E-Bässe können wie E-Gitarren mit Humbuckern oder Single Coil- Tonabnehmern bestückt sein. Humbucker können auch Split-Schaltungen haben.

Elektronik

E-Bässe können mit aktiver oder Passiver Elektronik ausgerüstet sein. Eine aktive Elektronik benötigt Batteriestrom und liefert damit einen vorverstärkten Output. Regler (Poties) für Volume und Tone beeinflussen Klang und Lautstärke. Manche Humbucker lassen sich auch splitten und so ein Single Coil- Sound erzeugen.

Saiten

E-Bässe werden mit Stahlsaiten bespannt. Roundwound-Saiten mit Sechskant-Stahlkern haben einen knackigen Klang und eine lange Lebensdauer. Sie sind mit rundem Draht umsponnen. Flatwound-Saiten haben eine Flachdraht-Umspinnung um einen runden Stahlkern. Sie fühlen sich sehr glatt an und erzeugen kaum Greifgeräusche. Flatwound-Saiten klingen weich und brummig.

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